Archiv

Archive for November 2011

Déjà vu auf der Manessebrücke

Und zweijährlich versperrt eine breite Tafel den Weg…

Manessebrücke ca. 2009

Die Tafel, wie sie im 2009 stand und von Google-Maps festgehalten wurde

Auf der Manessebrücke gibt es insgesamt 4 Autospuren, einen Mittelstreifen und einen Gehsteig, den Velos und Gehende gemeinsam nutzen (müssen). Exakt an der schmalsten Stelle steht nun wieder so eine breite Tafel die den sonst nicht üppigen gemeinsam genutzten Weg unnötigerweise versperrt, verschmälert  und damit unnötige Konflikte schürt. Das letzte Mal habe ich am 1.11.2009 davon berichtet.

Autos müssen auf Gehsteigen mindestens 1.50 m Raum lassen, damit die Gehenden problemlos durchkommen. Der Platz für die Kombinutzung des Gehsteiges auf der Brücke wird durch die Tafel auf  ca. 1.50 verschmälert, ein klar illegaler Zustand in dieser Konstellation.
Heute wie damals.

Kombinierte Velo- und Fusswege müssen mindestens 3 m breit sein. Das steht sogar in der stadteigenen Broschüre von 2010 zum Thema Stadträume 2010  Gestaltungsstandards 6 Wege.pdf.
Da reichen die nebst Tafel frei bleibenden 1.50 m nun einfach nirgends hin.

Und wieder steht sie dort...

Auch 2011 steht sie wieder dort mitten im Weg an der schmalsten Stelle!

Meine Forderung: Weg mit der Tafel!
Strassentafeln gehören weder auf Fuss- noch auf Velowege, sondern wenn schon, auf die Strasse oder in die Höhe!

Wann endlich lernen die Tafelhinstellenden die Regeln für rücksichtsvolles und umsichtiges Tafelaufstellen kennen?Bzw. wann setzen das die Vorgesetzten durch, buchen Schulungen, usw.? Im Moment werden Personen, die sich per eigener Muskelkraft fortbewegen, zu oft ignoriert, ihr Platz wird zum Tafeldumping und als sonstige Müllhalde für alles Mögliche missbraucht 😦

Mal abgesehen davon, was passiert, wenn dort eine blinde Person durchgehen will?
Unfallträchtig, unfallträchtig… eben auch deshalb weg damit!

Veloirrsinn in gelb und rot gepinselt…

Velostreifen und -belagsupdate zwischen Stauffacher und Selnau

Einmal geht es zwar rot geradeaus, aber nicht immer...

Wo geht es hier geradeaus?

Nach einer kürzeren Pause melde ich mich wieder. Die Stauffacherstrasse wurde mit einem neuen Belag versehen und dabei auch die Velostreifen bis hin zum Bahnhof Selnau verschlimmbessert oder entfernt, wie z.B. die magersüchtigen. Wer mit Velo den aufgepinselten Velomarkierungen vom Stauffacher her brav folgt, aber geradeaus bis zur Migros an der Stockerstrassen fahren will, steht vor nebenstehendem gröberem Dilemma nach der Brücke:

Auf dem Bodenrot geht der Weg nach rechts und nach links. Auf der Ampel-Tafel geht der Weg theoretisch auch geradeaus, wo auch nach der Kreuzung wieder Velostreifen neben dem weissen Auto gut sichtbar ist.

Doch wie ist der Weg dorthin aus dieser Position?

  • Nach links die Kreuzung umfahren?
  • Oder nach rechts die Kreuzung umfahren, ein paar Mal die Strasse überqueren, womöglich zu Fuss?
  • Den (gemeingefährlichen) Zebrastreifen legal zu Fuss oder illegalerweise per Velo befahren bei grün und versuchen, sich wieder in den Verkehr einzugliedern?
  • Sich in Luft auflösen?
  • Reklamationen ans Tiefbauamt senden?

Ich bin echt ratlos, wenn ich solche irritierend unlogischen Vekehrsführungen sehe, die Velofahrenden je länger je häufiger zugemutet werden. Velofahrende werden mit solchen Bodenbemalungen systematisch in die Illegalität gedrängt seitens der Verkehrsplanenden. Mal abgesehen davon, dass das Fahren auf der Brücke zusammen mit zu Fuss gehenden kein Zuckerschleck ist, sprich, das ist gefährlich für beide Seiten. Da ist mir die Strasse mit Velostreifen deutlich lieber, weil sich sichtbarer bin für Autos, sie überholen mich mit einem grossen Bogen und ich zudem schneller fahren kann, weil mir nicht so häufig zu Fuss gehende spontan in den Weg trampen.

Velobereiche auf Gehsteigen haben durchaus ihre Berechtigung für Langsamfahrende, aber für Schnellfahrende sind sie pure Schikane, wenn daneben den Autos freie Fahrt zugestanden wird!
Fahre ich mit meinen üblichen 20 bis 25 kmh bin ich rund 4 bis 5x schneller aus die Personen zu Fuss und halb so schnell wie die Autos, wenn sie dann nicht vor Ampeln stehen. Wo ist also der Tempounterschied kleiner?


Lebensgefährliche Velobodenmarkierung

Nicht weit von obiger Situation entfernt, wurden an der Flössergasse die Velomarkierungen teilweise aufgefrischt und upgedatet. Die rechte Markierung bei der Ausfahrt Sihlamtstrasse ist alt, dort dürfen die Velos in die für Autos verbotene Fahrtrichtung reinfahren, was ja durchaus Sinn ergibt der besseren Ersichtlichkeit halber.

latent tödliche Bodenmarkierung

Welches Gesetz sieht solche gemeingefährlichen Bodenmarkierungen vor?

Sprachlos war ich ab der neuen linken Bodenmarkierung, die mit dem Links- und Rechtspfeil vorne dran:

Die widerspricht jeglicher Verkehrserziehung die ich je in meinem Leben genoss oder für die ich beazhlte. Ich lernte: Einspuren beim Linksabbiegen!
Hast du je etwas anderes gelernt?
Steht etwas anderes seit neuestem im Verkehrsgesetz? Wurde das für Zürich ausser Kraft gesetzt?
Linksabbiegende, die nicht Einspuren an dieser Ecke, leben gefährlich, da die Autos zu gefühlten 98% nach rechts abbiegen. Halte ich mich also an die Bodenmarkierung, ist mein Leben in unmittelbarer Gefahr, weil Autofahrenden zu Recht damit rechnen, dass ich einspure zum Abbiegen…

Was soll diese Markierung also bezwecken? Weshalb ist sie überhaupt dort? Dass ich dort durchfahren darf, links und rechts abbiegen kann, ist ja selbstverständlich, das muss meines Erachtens nicht zusätzlich auf den Boden gepinselt werden. Oder doch, weil Velofahrende sowieso nur velofahren, weil sie entweder die Autoprüfung nicht bestanden haben oder zu jung sind, abgesehen von den paar wenigen, die sich kein Auto leisten können?

Es ist ja nicht nur für die Velos blöd, sondern auch aus Autosicht verwirrend, wenn nun Velozeichen rechts und links auf den Strassenboden gepinselt sind. Mal abgesehen davon, welches Gesetz, welche Verordnung sieht das in dieser Form vor? Wäre, wenn schon, nicht eher ein Velostreifen angebracht in so einer Situation? Wobei, vor Ampeln und Kreuzungen wäre die Farbe deutlich besser investiert für die Velofahrenden, um ihr Recht, die Autos rechts überholen zu können bei Kolonnen, auch für nicht ganz so rücksichtsvoll fahrende sichtbarer zu machen!

Diese Strassenbemalung bringt mich auf zwei böse Gedanken:
Muss noch Strassenbudget zugunsten Velos „verschlöpft“ werden vor dem Jahresende (auf unbescholtenen Strassen natürlich, die keine Diskussionen verursachen, die Freie Fahrt von Autos nicht behindern und somit auch den Velofahrenden keinerlei Mehrwert oder zusätzlich Sicherheit bietet)?
Oder aber, ist das die neue subversive Art, die Bevölkerungsexplosion in Zürich mittels (lebensgefährlicher) Velomarkierungen eindämmen zu wollen, um die Wohnungspreise indirekt zu senken? Da es in der Umgebung doch etliche Kinder hat und es in dieser Umgebung viele teuere Wohnungen gibt, ist der Ort, aus dieser Optik, optimal gewählt…

Hey Leute, was sollen solche Strassenbemalungen? Weshalb wird mit meinem Steuergeld solcher Nonsense auf die Strassen gepinselt, der nur zusätzliche gefährliche und unmögliche Situationen schafft für alle Verkehrsteilnehmende, anstelle die Situationen klärt und für alle logisch nachvollziehbare Wegführungen bietet?

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten